Diese Generation völkischer Nationalisten begeistert sich für die Identitäre Bewegung als politisches Sammelbecken. Obwohl die sich seit etwa 2014 gern als moderne, fröhliche Patrioten präsentieren und verkünden: „Unser Weg ist demokratisch, bodenständig und weltoffen“. Stringente Verbindungen ins Geflecht völkischer Familien und deren Erziehungs-Organisationen könnten die Identitären allzu schnell mit dem Nationalsozialismus in Verbindung bringen. Das wollen sie vermeiden, denn die extrem rechten Hipster um den Wiener Martin Sellner ziehen ihre Attraktivität vor allem daraus, etwas Neues und Provokantes zu bieten. Ihre Inszenierungen wie die Besetzung der CDU-Parteizentrale in Berlin oder die Kletteraktion auf das Brandenburger Tor sollen frisch und frei erscheinen und einen Bruch zum althergebrachten Nationalismus suggerieren, um salonfähig zu erscheinen.

Via: Kontext Wochenzeitung: Völkischer Nachwuchs

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