„Daß die Rechte sich eigentlich nur dann Hoffnung auf breitere Resonanz in der kulturellen Elite machen kann, wenn sie sich an irgendeine spektakuläre ‘konservative Wende’ eines Großkopfeten der Linken anhängt und gleichsam vampiristisch deren Nimbus als Tabubrecher anzapft […] beweist eindrucksvoll, wie stabil die Hegemonie der alt gewordenen Neuen Linken von einst noch immer ist.“

Download: Geschichtsrevisionismus als Instrument der „Neuen Rechten“ am Beispiel der 68er-Bewegung

Fragestellung:

„Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind die Anstrengungen der „Neuen Rechten“ die gesellschaftliche Relevanz und die ästhetisierte öffentliche Wahrnehmung der Chiffre 1968 für ihre politische Zielsetzung zu instrumentalisieren.

Untersucht wird, wie die Bewegung von 1968 als historische Symbiose populär besetzter „linker“ Theorien (Sozialismus, Antiimperialismus), Strategien (Außerparlamentarismus), Organisationsformen (Aufbauorganisationen, Basisgruppen, Räte), Protestformen (sit-ins, teach-ins) und Codes (Symbole, Kleidung, Sprache) innerhalb der „Neuen Rechten“ wahrgenommen, bewertet und ggf. mit den Mitteln des Geschichtsrevisionismus integriert wird. Dazu ist eine spezifische Betrachtung des Phänomens „Neue Rechte“ vorzunehmen. Die differenzierte Analyse dieses heterogenen politischen Spektrums soll Einzelakteure und Gruppen kenntlich machen, die aufgrund strategischer Erwägungen oder ihrer ideologischen Ausrichtung bereit sind, die gemeinhin links besetzte Chiffre 1968 ins rechte Weltbild zu integrieren.“

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